voir {name}

Drei Fragen an Marika Codoni

Exekutiv Mitglied, Leiterin Abteilung Umweltschutz und Soziales der Energiestadt Gold Castel San Pietro

1. Umsetzung Energie- und Klimapolitik

Wie unterstützt Energiestadt die Gemeinde Castel San Pietro bei der Umsetzung der Energie- und Klimapolitik?

«Dank der Anregungen und Impulse, die im Rahmen des Energiestadt-Prozesses und der Zertifizierung gewonnen wurden, hat die Gemeinde beschlossen, sich der Initiative „Netto-Null für Gemeinden“ anzuschliessen und sich damit formell dazu verpflichtet, das Ziel der Netto-Null-Emissionen im Einklang mit der Strategie des Bundes und der Klima- und Energiecharta der Städte und Gemeinden zu verfolgen. Das Label fügt sich in den 2022 mit dem Projekt „Castello Sostenibile“ eingeleiteten Prozess ein, in dessen Rahmen die Indikatoren von Energiestadt zusammen mit denen des „Cercle Indicateurs“ als Referenzinstrumente für die Bewertung der Umweltdimension herangezogen wurden. Dieser Ansatz ermöglichte es, die Energie- und Klimapolitik der Gemeinde zu strukturieren und zu stärken.»

2. Blick auf die letzten 10 Jahre und in die Zukunft

Welche allgemeinen Fortschritte sehen Sie heute im Gemeindegebiet dank „Città dell’Energia“? Und was erwarten Sie für die Zukunft?

«Die bedeutendsten Verbesserungen bei den Umwelt- und Energieindikatoren der Stadtverwaltung in den letzten vier Jahren (einsehbar in den Nachhaltigkeitsberichten) waren die drastische Senkung des Gesamtenergieverbrauchs der Gemeindeverwaltung, die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch der Gemeindeverwaltung sowie die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Die Gemeinde hat zudem die Kriterien der sozialen Unternehmensverantwortung (CSR) in öffentliche Ausschreibungen integriert und wird weiterhin nachhaltige Bauprojekte verfolgen. Dazu gehört die derzeitige Sanierung des C.Lab-Gebäudes (ehemals Diantus) nach dem Minergie-A-Standard, verbunden mit der Installation eines Regenwasserspeichers für die Toilettenspülung sowie kreislaufwirtschaftlich orientierten Bewertungen zur Rückgewinnung von Baumaterialien.»

3. Zusammenarbeit im Alltag und Ratschläge

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Energiestadt im Alltag? Was motiviert Sie, die Zusammenarbeit fortzusetzen, und welche Ratschläge würden Sie anderen Gemeinden geben?

«Die Zusammenarbeit ermöglicht den Zugriff auf strukturierte Standards sowie Instrumente zur Umsetzung und Überwachung. Der Austausch über Projekte anderer Gemeinden dient uns als Anregung für die Entwicklung neuer konkreter Massnahmen. Anderen Gemeinden empfehlen wir, Energiestadt nicht nur als Marke, sondern als echten methodischen Motor zu nutzen, um die lokale Energiepolitik mit den globalen Zielen der Agenda 2030 zu verknüpfen und Nachhaltigkeit in die tägliche Verwaltungsarbeit zu integrieren.»

aller en haut