Da vZEV erst ab 2025 und LEG erst ab 2026 möglich sind, existieren dazu neben Pilotvorhaben noch wenig konkrete Beispiele.
- Liestal BL: ZEV für verschiedene Gemeindegebäude

Im Rahmen der Sanierung des Primarschulhauses Frenke 2016/17 konnte eine PVA mit Eigenverbrauchsregelung realisiert werden: Über einen ZEV mit der Mehrzweckhalle und der Sekundarschule des Kantons kann die Stromproduktion vollständig vor Ort genutzt werden (ca. 87‘000 kWh/Jahr, ~30 % des Stromverbrauchs).
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- Lugaggia (Capriasca, TI): Solare Eigenverbrauchsgemeinschaft

LIC ist eine solare Eigenverbrauchsgemeinschaft mit 18 Wohnhäusern, 5 Photovoltaikanlagen mit total 70 kW Leistung, 10 Wärmepumpen, 6 elektrischen Boilern und einem E-Auto. Ziel ist es, möglichst wenig Strom aus dem Netz zu beziehen und den Eigenverbrauch im Quartier zu maximieren. Dazu tragen ein grosser Speicher von 50 kWh sowie Smart-Metering bei. Für das dezentrale Energiemanagement wird eine Blockchain-Technologie verwendet, welche die Transaktionen zertifiziert und automatisiert. Auch die Bewohnenden spielen eine zentrale Rolle, denn sie sehen in jedem Moment online, ob vom öffentlichen Netz Strom bezogen wird oder nicht.
Weitere Informationen / Artikel energieschweiz
- Walenstadt SG: Projekt Quartierstrom

Im Projekt Quartierstrom hat das Projektteam in der Stadt Walenstadt mit Unterstützung des BFE und in enger Zusammenarbeit mit dem lokalen Energieversorger Walenstadt eines der ersten Projekte umgesetzt, das in der Schweiz einen Peer-to-Peer-Energiemarkt auf Basis der Blockchain Technologie realisiert. Prosumenten-Haushalte, die bereits eine Photovoltaik-Anlage besitzen, konnten ihre überschüssige Solarproduktion direkt an benachbarte Haushalte verkaufen, ohne Abwicklung über, und unabhängig von einer Drittpartei. Über eine Benutzerschnittstelle konnten sowohl Prosumenten als auch Konsumenten Preise anbieten, zu denen sie bereit waren, lokal produzierten Solarstrom zu (ver)kaufen. Die Transaktionen wurden automatisch berechnet, verwaltet und auf einem Blockchain System in Echtzeit gespeichert. Wenn die Energienachfrage oder das -angebot nicht innerhalb der Gemeinschaft bereitgestellt beziehungsweise abgenommen werden konnten, diente der lokale Energieversorger EW Walenstadt als Reservoir/Versicherung, um Über- beziehungsweise Unterkapazitäten zum fixen Einspeise- beziehungsweise Bezugspreis auszugleichen. Die rechtlichen Voraussetzungen für ähnliche Projekte werden mit dem Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien geschaffen, das voraussichtlich auf 2025 in Kraft tritt.
Weitere Informationen in einer Publikation der BFE zu Vermarktungsmodellen (Seite 30)
- Neftenbach (ZH)
Die Gemeinde Neftenbach hat frühzeitig eine gemeindeweite LEG initiiert und wollte bewusst eine Lösung für die gesamte Gemeinde statt vieler einzelner LEGs. EKZ übernimmt mit «Gemeinsamstrom» die Administration; seit Juni 2026 ist die LEG aktiv. Die Gemeinde unterstützt die Teilnahme zudem mit 2 Rp./kWh aus bestehenden Fördermitteln und schafft so einen konkreten Anreiz für die Teilnahme an der LEG, von dem auch MieterInnen profitieren können. Weitere Informationen
- Güttingen (TG)
Der Gemeinderat setzte 2025 eine Arbeitsgruppe ein und entschied anschliessend, die LEG als kommunale Dienstleistung der Gemeinde zu führen. Die Gemeinde betreibt die LEG zusammen mit den Technischen Werken. Seit Juli 2026 unterstützt eine LEG-Kommission den Betrieb. Inwischen zählt die LEG über 100 Teilnehmende, darunter über 50PV-Besitzer mit >1 MWp PV-Leistung. Weitere Informationen
- Ried-Brig (VS)
Ried-Brig hat eine LEG als Teil eines umfassenderen kommunalen Energieprojekts mit eigenen PV-Anlangen, Batteriespeicher und Energiemanagementsystem aufgebaut. Der lokale Energieversorger ist dabei involviert in die Planung, Betrieb und operative Umsetzung. Praxisbeispiel / Weitere Informationen
- Mettmenstetten (ZH)
Die Gemeinde hat für den Zusammenschluss der Primarschule und der Sekundarschule Mättmi ein LEG-Pilotprojekt gestartet. Zunächst werden nur die kommunalen und schulischen Liegenschaften einbezogen. Eine Öffnung für Private ist später vorgesehen. Die EKZ übernimmt als VNB die technische Umsetzung und Abrechnung. Weiter Informationen