24.11.2017

Verstärkter Fokus auf den Klimaschutz

Die Stadt Laufen wurde als eine von sieben Energiestädten erstmals zertifiziert. Bild: zvg.

Der Trägerverein Energiestadt will mit dem Label künftig noch stärker auf den Klimaschutz fokussieren. Der auf 2017 hin überarbeitete Massnahmenkatalog trägt dem Rechnung. Am Montag, 20. November 2017, gab der Trägerverein zudem die Zertifizierung von sieben weiteren Gemeinden bekannt.

Im jährlichen Klima-Länderrating «Climate Change Performance Index (CCPI)» landete die Schweiz auf Platz 12. Es braucht ein zielgerichtetes Vorgehen der Akteure, um die konkreten Klimaziele zu erreichen und sich in dieser Wertung zu verbessern. Das Label «Energiestadt» ist ein wertvolles Planungsinstrument, mit dem Städte, Gemeinden und Regionen langfristig und prozessorientiert auf diese Ziele hinarbeiten können. «Aspekte zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel waren bisher bereits im Energiestadt-Katalog vertreten. Mit dem Katalog 2017 nehmen wir jedoch eine gesamtheitlichere Sicht des Klimaschutzes ein und haben die Massnahmen verschiedentlich ergänzt», erklärt Stefanie Huber, Co-Geschäftsführerin des Trägervereins Energiestadt. Es würden nun auch konkrete Umsetzungen der Klimawandelanpassungen bewertet sowie die Koordination bspw. mit der Siedlungsplanung verbessert. «Eine konkrete neue Massnahme ist die Bewirtschaftung von Grünflächen. Diese unterstützen die Aufenthaltsqualität v.a. in städtischen Gebieten, indem sie beispielsweise Hitzeinseln im Sommer entgegenwirken», erläutert Huber.


Auch die sieben neuen Energiestädte werden an diesen Kriterien gemessen und leisten bereits wertvolle Beiträge. Flums schliesst beispielsweise laufend neue Gemeindeliegenschaften an den klimaschonenden Wärmeverbund an, so kam 2017 das Feuerwehrdepot hinzu. Die Stadt Laufen engagiert sich seit dem Unwetter 2007 stark im Bereich „Hochwasserschutz Birs“ und setzt in Koordination mit dem Kanton Basel-Landschaft Planungsarbeiten und Mutationen von Quartier- und Zonenplänen um. Laufen ersetzte 2008 zudem 1.26 Mio. Papierhandtücher mit waschbaren Stoffrollen, die bis heute über 8.3t CO2 einsparten. Die Bepflanzung von 21 Jungbäumen in den Jahren 2015/16 wird bis 2050 weitere 14.7t CO2 binden. Die Freiburger Gemeinde St-Aubin hat im Rahmen vom Energiestadt-Prozess ein kommunales Förderprogramm für erneuerbare Energien eingefügt. Im Tessin renaturierten die Energiestädte Novazzano und Coldrerio gemeinsam das Gewässer Roncaglia, das einen bedeutsamen Einfluss auf die Biodiversität der umliegenden Landschaft hat.

421 Energiestädte

An der Labelkommissionssitzung vom Montag, dem 20. November 2017, hat der Trägerverein sieben neue Energiestädte ausgezeichnet. Der Kanton Freiburg legte mit Le Mouret, St-Aubin und Courgevaux am meisten zu. Auch die Deutschschweiz konnte mit Büron (LU), Flums (SG) und Laufen (BL) drei neue Gemeinden fürs Label gewinnen, während im Tessin Novazzano zertifiziert wurde. Insgesamt erneuerten weitere 34 Gemeinden das Label.

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